02 VERLEGUNG VON KERAMIKFLIESEN

  1. Ist es möglich Keramikfliesen fugenlos zu verlegen? Welche Fugen werden empfohlen?

    Atlas Concorde rät nachdrücklich von einer fugenlosen Verlegung ab.
    Die Fugenbreite ist in der Planungsphase hauptsächlich festzulegen in Abhängigkeit:

     

        • Der Fliesengröße (rektifiziertes Material mit einer Mindestfuge von 1-2 mm je nach Format oder nicht rektifiziertes Material mit offener Fuge)

        • Der Art des Trägers/Untergrundes;
        • Des Verwendungszwecks des Materials (als Fußboden oder Wandbelag in Innen-/Außenbereichen)
        • Der geltenden Rechtsvorschriften und Richtlinien in dem Land, in dem das keramische Material verlegt wird

     

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  2. Wie wähle ich die richtige Mörtelfarbe, die zusammen mit einem bestimmten Artikel zu verwenden ist?

    Die Mitarbeiter von Atlas Concorde stehen Ihnen stets zur Verfügung, um Ihnen die am besten geeigneten Mörtel für jeden Artikel zu empfehlen und nennen Ihnen die Artikelnummern der entsprechenden Mörtel – je nach verlegtem Keramikmaterial.


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  3. Wie muss das keramische Material auf einer Baustelle nach der Verlegung und vor der Übergabe an den Endauftraggeber geschützt werden?

    In der Zeit nach Abschluss der Verlegung und vor Übergabe muss der Fliesenbelag:

     

        • Sauber und frei gehalten werden von: Zement, Sand, Mörtel und sonstigem Material, das Flecken und/oder oberflächlichen mechanischen Abrieb verursachen könnte
        • Vor möglichen Beschädigungen durch andere Arbeiter auf dem Bau wie Maler, Elektriker, Schreiner etc. geschützt werden


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  4. Wo entsorgt man Abfälle, die bei der Verlegung bzw. beim Herausriss von Fliesen anfallen?

    Der Abfall, der beim Abriss der Fliesenböden anfällt ist Abfall aus Keramikfliesen, also aus “inertem” Material (nicht-reaktiv, chemisch und physikalisch stabil, beständig gegen längere Exposition unter extremen Bedingungen in Bezug auf Wärme, Feuchtigkeit und Chemikalien).

     

    Im Sinne des Umweltschutzes empfiehlt Atlas Concorde diese Fliesenabfälle in den nächstgelegenen Entsorgungsstellen abzugeben, so dass sie dort ordnungsgemäß und umweltverträglich entsorgt werden.


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  5. Welche Menge bzw. wie viel Fliesen sollten bestellt werden?

    Die Mitarbeiter von Atlas Concorde stehen Ihnen stets zur Verfügung, um Sie bezüglich der zu bestellenden Menge fachkundig zu beraten.

    Um die Menge der benötigten Fliesen für ein Projekt zu berechnen muss man:

     

        • Die Gesamtfläche kennen, die verlegt werden soll
        • Die Art der Technik, das Verlegemuster (versetzt, fortlaufend etc.) und die Größe der Fugen vorab festgelegt haben

     

    Eine bestimmte Fliesenmenge muss als Ausschuss einkalkuliert werden, da auch bei Lieferungen von 1. Wahl Fliesen einige davon beschädigt sein könnten (die geltende Vorschriften erlauben eine Quote von 5% an mangelhaften Fliesen in einer Charge der 1. Wahl) und dass einige Fliesen geschnitten oder gebohrt werden müssen. Darüber hinaus ist es nützlich am Ende der Verlegung ein paar Ersatzfliesen für mögliche Reparaturen aufzubewahren.

    Aus diesem Grund empfiehlt Atlas ca. 10-15% Fliesen mehr zu bestellen als für die Verfliesung selbst nötig wären. Die Menge sollte bei Bestellung sorgfältig kalkuliert sein, da im Falle einer Nachbestellung die Fliesen dieser Charge gegenüber den Fliesen der Erstlieferung nicht ganz gleich sein könnten.


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  6. Welchen Empfehlungen sollte man bei der Verlegung von Feinsteinzeug auf Heizestrichen folgen?

    Nach der Aushärtungsfrist, die je nach Art des verwendeten Bindemittels variiert, muss zur Überprüfung der Funktionalität des Systems und zum kompletten Aushärten des Estrichs der Start-up-Zyklus durchgeführt werden.

    Die Verlegung muss erfolgen:

     

        • Unter Verwendung von verbesserten, zementhaltigen, sehr gut verformbaren Klebern (Klasse C2E-S1 gemäß EN 12004)
        • Mit der Methode des „doppelten Auftragens“
        • Mit mindestens 3 mm Fuge unabhängig vom Format der verwendeten Fliesen

     

    Auch entlang des gesamten Raumumfangs und um Pfeiler, Säulen, Erhebungen des Bodens müssen durch das Einfügen von komprimierbarem Material (wie z. Bsp. Polystyrol) in einer Stärke von 1 cm und mindestens alle 20-25m² (für Wohnbereiche so gut wie nie erforderlich) in einer Breite von nicht weniger als 5mm, sowohl im Estrich als auch im Bodenbelag, Dehnungsfugen ausgeführt werden.


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  7. Welchen Empfehlungen sollte man bei der Verlegung von Treppen- und L-Eck-Elementen folgen?

    Bei Verlegung muss für die Bewegung der „Bullnase“ ein Platz von 3-4mm frei gelassen werden. Dies vermeidet das Absetzen der Struktur aufgrund von Absenkungen oder durch starke Temperaturschwankungen, die zum Bruch des Elements führen könnten (siehe A in der Abbildung).
    Darüber hinaus wird empfohlen für die Verfugung der „Bullnase“ ein elastisches Material zu verwenden (siehe C in der Abbildung).

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

        A = Kleber- oder Mörtelhohlräume im Bereich der inneren Ecke sind zu vermeiden
        B = Im Falle einer Verlegung mit Kleber empfehlen wir die Verwendung von verbesserten, zementhaltigen, sehr gut verformbaren Klebern (Klasse C2E-S1 gemäß EN 12004) verarbeitet mit der Methode des „doppelten Auftragens“, das bedeutet, dass der Kleber sowohl auf dem Untergrund als auch auf der Fliesenrückseite aufgetragen wird. Dadurch wird die Rückseite der Fliese zu 100% benetzt und die Bildung von Hohlräumen an der Grenzfläche Keramik-Untergrund verhindert, die die Ursache sein könnten bei:

     

            • Belastungen durch Schläge/Stöße oder punktuellen Belastungen
            • Ihrem Anfüllen mit Wasser (logischerweise bei einer Verlegung im Freien) mit dem einhergehenden Anstieg des Volumens infolge der Bildung von Eis bei Frost

    Auch die vertikalen Kante muss am Mörtel oder Kleber haften
        C = Elastische Polyurethan-Zweikomponenten-Fuge;
        D = Betonsohle;
        E = Erhebung.


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  8. Welche Kleber können für die Verlegung von weißscherbigen Mosaiken verwendet werden?

    Besonders geeignet für die Verlegung von Keramik-Mosaik jeder Art und jeder Größe an herkömmlichen Zementputzwänden, an Gipskarton-Wänden (wenn sie starr unterstützt sind), auf Gipsuntergründen (grundiert) ist ein Zement-Kleber mit standfester und erweiterter Offenzeit (Klasse C1TE oder C2TE gemäß EN 12004).

     

    Entfernen Sie die Plastikfolie, die die Mosaiken schützt,  nach mindestens zwei Stunden nach Verlegung der Fliesen.


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  9. Welche Kleber können bei der Verlegung von Feinsteinzeug und von weißscherbigen Produkten verwendet werden?

    Der richtige, geeignete Kleber ist für die Verlegung von grundlegender Bedeutung. Befolgen Sie die Angaben der führenden Kleberhersteller für die Verlegung von Keramikfliesen.

    In der Regel kann der geeignetste Kleber aufgrund folgender Faktoren bestimmt werden:

     

        • Art des Untergrunds
        • Fliesentyp und Fliesenformat
        • Verwendungszweck (Boden-/Wandbelag; Innen-/Außenbereich)
        • Klimatische Bedingungen im Moment der Verlegung
        • Verfügbare Zeiten für die Inbetriebnahme des Keramikbelags


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  10. Wie schneidet und/oder bohrt man poliertes und geläpptes Feinsteinzeug?

    Für lineare oder diagonale Schnitte sollte man vorzugsweise einen manuellen Trocken-Fliesenschneider mit entsprechender Hartmetalleinlage (Marke WIDIA) verwenden. In dem Fall, dass diese Art von Werkzeug nicht die optimale Schneideleistungen erbringt empfiehlt Atlas Concorde die Verwendung eines elektrischen Fliesenschneiders mit Kühlung der Diamantscheibe mit Pumpe durch Wasser oder durch Eintauchen.

     

    Um vor der Verlegung  kreisrunde Löcher in das Feinsteinzeug zu bohren empfehlen wir die Verwendung von Diamantbohrkronen mit Wasserkühlung auf der Fliesenoberfläche.

     

    Um nach der Verlegung kreisrunde Löcher in das Feinsteinzeug (z. B. für die Installation von Zubehör im Badezimmer oder Küche) zu bohren empfehlen wir die Verwendung eines wassergekühlten abnehmbaren Diamantbohrers, der auf jede normale Bohrmaschine passt. Dieser sollte mit einer Saugnapfbefestigung ausgestattet sein, damit der Bohrer in seiner Bewegung ruhig gehalten wird und die Löcher exakt gebohrt werden können.

     

    Der nicht gerade Schnitt von Umrissen oder Schablonen ist nur mit Industrieanlagen auszuführen.


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  11. Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen bei der Verwendung von Epoxy-Fugenmasse für Feinsteinzeug ergriffen werden?

     

    Für die korrekte und mühelose Entfernung des überschüssigen Mörtels folgen Sie bitte den Anweisungen des Mörtelherstellers.

     

    Darüber hinaus wird empfohlen diese Art von Mörtel (nach vorherigen Prüfung auf der Baustelle) nicht für polierte und/oder geläppte oder leicht strukturierte Oberflächen zu verwenden.

     

    Im Allgemeinen sollte man folgendes tun:

     

        • Epoxyhaltiger Mörtel (Klasse RG – EN 13888):
    Bei noch frischer Masse die Oberfläche gründlich befeuchten und mit einem Scotch-Brite® bearbeiten, so dass der Mörtel auf der Oberfläche emulgiert bzw. sich auflöst, dabei jedoch aufpassen, dass sich die Fugen nicht leeren. Der aufgeweichte, flüssige Mörtel auf der Oberfläche kann dann mit einem harten Zelluloseschwamm (auszutauschen, wenn er zu sehr mit Harz imprägniert sein sollte) entfernt werden.

     

    Das der Epoxy-Mörtel, wenn er beginnt auszuhärten, sich nur äußerst schwer entfernen lässt, muss er umgehend entfernt werden.

     

    Sollten Rückstände, Flecken und/oder Höfe des Epoxid-Mörtels auf der Oberfläche des keramischen Materials vorhanden sein, diese mit einem speziellen Reiniger, wie FILA CR10 beseitigen, dabei bitte  die Bedienungsanleitung des Herstellers beachten.

     
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  12. Welche Tipps gibt es für die Verlegung von Feinsteinzeug im Freien?

    Atlas Concorde empfiehlt für das Verkleben der Feinsteinzeugfliesen von Atlas Concorde im Format bis 30x30cm, auf:

     

        – Zementestrichen
        – Betonguss-Strukturen
        – Abdichtungen

     

    die Verwendung von verbesserten, zementhaltigen, sehr gut verformbaren Klebern (Klasse C2E S1 gemäß EN 12004).

     

    Je größer die Fliesen werden umso notwendiger sind verbesserte, zementhaltige, sehr gut verformbare Kleber mit verlängerter Offenzeit (Klasse C2E S2 gemäß EN 12004).

     

    Den Kleber mithilfe einer Spachtel mit geeigneter Zahnung (je nach Format, das verlegt werden soll und nach Mindeststärke des aufzutragenden Klebers) auf dem Träger in der Methode des “doppelten Auftrages“ und einer Befeuchtung von 100% auftragen, so dass keine Hohlräume entstehen, in denen sich Wasser stauen könnte mit der Gefahr bei Frost das Volumen zu vergrößern und dem dann fast unvermeidlichen Ablösens oder Bruchs des Bodenbelags. 

     

    Für alle Verlegungen im Außenbereich sind strikt die offene Fugen empfohlen. Die Fugen zwischen den Fliesen sind variabel und richten sich in ihrer Größe nach dem Format (ungefähr von 3 bis 10 mm). Mit dieser Art der Verlegung kann das Risiko des Anhebens und Ablösens der Fliesen aufgrund von Spannungen der Keramikschicht bedingt durch mögliche Bewegungen zwischen den verschiedenen Schichten aus denen das System besteht relativ effizient gesteuert werden.

     

    Der Bodenbelag in Außenbereichen ist neben direktem Sonnenlicht auch Temperaturschwankungen (Tag-Nacht/Jahreszeiten) von mehreren 10°C ausgesetzt, wobei der Dehnungskoeffizient von Feinsteinzeug kleiner ist als der des Trägers, was die Entstehung von Spannungszuständen, bedingt durch die Dehnung der Keramik, erklärt.
    Unter diesen Umständen ist die Verlegetechnik ausschlaggebend, die neben Fugen auch Dehnungsfugen vorsieht, die ausreichen, um, unter Berücksichtigung des Formats des zu verlegenden Materials und den nachfolgenden Verwendungszweck, die Spannungen sowohl der Keramik als auch des Zementuntergrundes aufzunehmen.

     

    Im Allgemeinen müssen die Dehnungsfugen mit einer Breite nicht unter 5 mm, die jeweils alle 9-12m² oder im Fall von langen und engen Ambienten linear alle 4-5 m bis über den Boden gesetzt werden.


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