S

  1. SATINIERT

    Unter dem Begriff satiniert versteht man eine Art der Oberflächenbearbeitung von Wandfliesen von Atlas Concorde deren Optik weich, matt und manchmal leicht schillernde ist.

    Die glänzende Oberfläche unterscheidet sich von der satinierten Oberfläche, da sich diese durch ein ganz besonderes glänzendes und reflektierendes Aussehen auszeichnet.

  2. SCHICHTSILIKATE

    Ton-Komponente die dem Ton seine plastischen Eigenschaften geben und die Strapazierfähigkeit und Langlebigkeit des Tonkörpers bestimmten.

  3. SCHLICKER

    Schlicker ist eine wässrige Suspension, die sich bei der Feuchtvermahlung der Ausgangsstoffe in großen vornehmlich mit Wasserkraft betriebenen Massemühlen bildet, wenn Wasser und Rohmaterialien gemischt werden.

  4. SICHERHEITSMERKMALE (Methode B.C.R.A. – ASTM C 1028 S.C.O.F. – DIN 51130 – DIN 51097)

     

     

     

     

     

     

     

    Der Sicherheitskoeffizient misst den Widerstand der Keramikfliesen beim Rutschen. Derzeit gibt es mehrere Prüfverfahren zu seiner Bestimmung:

     

        • B.C.R.A. METHODE

    Die BCRA Methode misst den dynamischen Reibungskoeffizienten (μ) einer Oberfläche, dem sie entsprechen muss um als rutschsicher  zu gelten (μ ≥ 0,40 sowohl für das Rutschelement Leder auf trockenem Bodenbelag, als auch für das Rutschelement harter Standardgummi auf nassem Bodenbelag): 

      

    DYNAMISCHER REIBUNGSKOEFFIZIENT                                                                                      

    μ ≤ 0,19                                  

    GEFÄHRLICHE GLÄTTE

    0,20 ≤ μ ≤ 0,39

    ÜBERMÄSSIGE GLÄTTE

    0,40 ≤ μ ≤ 0,74

    ZUFRIEDENSTELLENDE REIBUNG

    μ ≥ 0,75

    AUSGEZEICHNETE REIBUNG

     

        • ASTM C1028 METHODE

    Die U.S. amerikanische ASTM Methode MISST den statischen Reibungskoeffizienten (S.C.O.F.). 

     

    STATISCHER REIBUNGSKOEFFIZIENT                                                                                         

    ≤ 0,50                                     

    GEFÄHRLICHE GLÄTTE

    0,50÷0,60

    ZUFRIEDENSTELLENDE REIBUNG

    ≥ 0,60

    RUTSCHFEST

     

        • DIN NORM

    Die deutschen DIN NORMEN, auch unter „Rampenmethoden“ oder „Methoden mit schiefen Ebenen“ bekannt werden auch in Italien angewendet:

     

        • DIN 51130 NORM (bestimmt die Rutschsicherheit bzw. Trittsicherheit von Bodenbelägen in Arbeitsbereichen oder Industriedurchgangsbereichen mit rutschigem Untergrund):

     

    KLASSIFIKATION R (WINKEL)  

    UMGEBUNGSBEISPIELE

    R9

     (6° ≤ αTOT ≤ 10°)

    Aufenthaltsräume, Firmenmensen, Speisesäle, Restaurants..;

    Kliniken, Tageskliniken, Apotheken, Labors,; Friseursalons,

    Wäschereien; Erholungsbereiche und Unterrichtsräume in Schulen

    und Kindergärten…

    R10

     (10° < αTOT ≤ 19°)

    Keller; Verkaufsflächen im Freien; Lager für konfektionierte

    Lebensmittel; Lager im Freien; überdachte Garagen und

    Tiefgaragen; Parkplätze im Freien; Küchen in Kindergärten und

    Schulen; Werkstätten für handwerkliche Arbeit;

    Erholungsbereiche im Freien; Fußgängerzonen in Außenbereichen

    von Firmen….

    R11

     (19° < αTOT ≤ 27°)

    Produktion, Lagerung und Verpackung von Käse; Produktion von

    Rohstoffen;  Getränke-/Fruchtsaftherstellung- und

    Abfüllungsbetriebe; Großküchen bis zu 100 Essen pro Tag;

    Schlachthöfe und Metzgereien; Floristikbereiche; Verkaufsflächen

    im Freien; Textilfärbereien; Lager im Freien; Parkplätze im

    Freien; Garagen, überdachte Garagen und Tiefgaragen die der

    Witterung ausgesetzt sind; Garage; Erholungsbereiche im Freien;

    Fußgängerzonen in Außenbereichen von Firmen ,… 

    R12

    (27° < αTOT ≤ 35°)

    Produktion und Verpackung von Margarine und Speisefetten;

    Speiseölabfüllung;   Bearbeitung und Behandlung von Frischmilch

    und Butter;  Bereiche in denen vorwiegend Fette und

    Flüssigkeiten behandelt werden; Parkplätze der Feuerwehr und

    Bereiche für die Wartung von Wasserleitungen; Be- und

    Entladerampen im Freien; Anlieferungsbereiche im Freien in

    Unternehmen…

     

        • DIN 51097 NORM (für nasse, barfüßig begangene Bereiche) 

     

    KLASSIFIKATION                            

    DURCHSCHNITTLICHER RUTSCHWINKEL  

    A

    12° ≤ α < 18°

    B (A+B)

    18° ≤ α < 24°

    C (A+B+C)

     α > 24°

      

     

     

     

     

     

  5. SINTERUNG

    Als Sinterung wird der Schmelzprozess keramischer Massen (Ton, Feldspate, Glasur ecc.) beim Brandvorgang während der Herstellung bezeichnet. Durch hohe Brenntemperaturen geht die Keramikmasse in keramische Scherben über. Mit zunehmender Sinterung nimmt die Porosität des Materials ab. Ein keramischer Körper ist vollständig gesintert, wenn alle Poren verschlossen sind.
    Die wichtigsten Parameter bei diesem Verfahren sind die anfängliche Größenverteilung der Partikel, die Viskosität der Sinterungsphase und in geringerem Umfang die Oberflächenspannung.

  6. SOCKEL

    Ein keramisches Formteil, um Innenwände im unteren Teil dekorativ zu schützen. 

  7. SOCKELLEISTEN

    Formteil für Fussböden aus Feinsteinzeug, kommt als Schutzleiste an der Wand direkt in Kontakt mit der keramischen Oberfläche des Fussbodens. 
     
    Die Sockelleiste kann auch geformt bzw. abgerundet sein; wird auch in der Nähe von Treppen mit Wandkontakt verwendet. Durch ihre Form passt sie sich perfekt an den Verlauf der Treppe an.
  8. SONNENSCHUTZ

    Sonnenschutzsysteme sind so geplant und ausgelegt, dass sie Außenfassaden von Gebäuden vor Sonne schützen.

    Oft in Verbindung mit hinterlüfteten Fassadensystemen entwickelt und eingebaut sind sie fix oder einstellbar und vermeiden das Eindringen von Sonnenlicht durch Glasfronten, Fenster, Oberlichter oder Fassadenunterbrechungen.

     

    Um einen umfassenden und vollständigen Service von Außenverkleidungen für Gebäude liefern bietet Atlas Concorde neben hinterlüfteten Fassaden auch innovative und patentierte Sonnenschutzsysteme in Feinsteinzeug an, die das eigene Angebot im Zeichen der ästhetischen Kontinuität und Homogenität vervollständigen.

     

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  9. SORTIERUNG (WAHL)

    Die Sortierung unterteilt Fliesen aufgrund der Menge ihrer Fehler, welche von den Normen toleriert werden.

     

    Die 1. Sortierung (auch 1. Wahl) bedeutet, dass 95% frei von Fehlern sein müssen.

    Die 2. und 3. Sortierung sind von minderer Qualität und dürfen eine größere Anzahl von Fehlern aufweisen.

    Zusammenfassend bedeutet das, dass ein Fußboden mit Fliesen der 1. Sortierung ein optimales Gesamterscheinungsbild aufweist, dass ein Fußboden mit Fliesender 2. Sortierung in seinen optischen und qualitativen Anforderungen beeinträchtigt ist, während dieser mit Fliesen der 3. Sortierung als fehlerhaft erscheint. Fliesen die kein akzeptables Erscheinungsbild des Fußbodens mehr gewährleisten werden als „Ausschuss“ definiert.

  10. SPRÜHTROCKUNG

    Beim das Nassmahlen der Rohmaterialien vermischt sich Keramikmasse mit Wasser (= Schlicker), diese wird in einen Strom heißer Luft gesprüht, so dass die Tropfen rasch in Form von kleinen Keramikkügelchen, die innen teilweise hohl sind, trocknen.

    In Silos kühlen sie ab und werden von dort aus an die Fertigungslinien befördert. Sie enthalten absichtlich eine Restfeuchtigkeit (zwischen 4 bis 8%) die bei der späteren Pressung als Gleitmittel dient.

  11. STRUKTURELLE EIGENSCHAFTEN (ISO 10545-3)

     

     

     

     

     

     

     

    Diese beziehen sich auf die Struktur der Fliesen und werden hauptsächlich über die Aufnahmefähigkeit des Materials von Wasser gemessen.

    Wasser wird durch die Poren der Oberfläche des keramischen Materials aufgenommen, wodurch die Wasseraufnahme die Porosität bestimmt.

     

    Genauer:

     

        • HOHE Wasseraufnahmefähigkeit entspricht einer porösen Struktur wie die unter dem handelsüblichen Begriff bekannte MONOPOROSA (weißscherbige Fliesen).
        • NIEDRIGE Wasseraufnahmefähigkeit entspricht einer kompakten-vollständig durchgestinerten Struktur, typisch für Keramik, die unter dem handelsüblichen Begriff FEINSTEINZEUG bekannt ist.

     

    Der Wert der Wasseraufnahme bezieht sich auf den Träger und nicht auf die Oberfläche der Keramikfliese; deshalb hat dies im Falle von GLASIERTEN PRODUKTEN, die eine undurchlässige Beschichtung haben und nicht porös sind, keinen Einfluss auf die Glasur.

  12. STRUKTURIERT

    Unter dem Begriff strukturiert verseht man eine Art von Oberflächenbearbeitung von Feinsteinzeug von Atlas Concorde, wobei die Oberflächen mehr oder weniger rau sind.

    Durch diese Rauheit ist das Material sehr rutsch- und trittsicher, so dass sich diese Oberflächenstruktur besonders für den Außenbereich eignet.

    Verwendet als Fussboden und als Wandbelag in Innenbereichen schafft diese Oberfläche Empfindungen von Natürlichkeit und starker materischer Kraft.

  13. STUFEN

    Formteil für Fussböden in Feinsteinzeug für Treppen im Freien oder für rutschige Ambiente, versehen mit einer oder mehreren Anti-Rutsch-Rillen auf der keramischen Oberfläche, um die Sicherheitseigenschaften zu erhöhen.